Schokolade

Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen

Gestern Abend kamen wir nach Hause und fanden im Flur einen halb aufgefutterten Schokoladenweihnachtsmann. Unseren beiden kleinen Miezekatzen, Socke und Milly, war wohl langweilig. Und irgendwann haben sie beschlossen unseren Vorratsschrank zu plündern. Wie die beiden die Schranktüre aufbekommen haben? Das ist auch mir ein Rätsel. Allerdings sind beide Katzen noch jung und ziemlich erfinderisch, wenn es darum geht Unfug anzustellen.

Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen

Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen

Im Wohnzimmer erwarteten uns dann die beiden Übeltäter, die Kleine ganz munter und quirlig, der Kater mit verräterischen Schokospuren um das Mäulchen und die Nase und verdächtig ruhig. An sich sah er total niedlich aus, wenn da nicht sein Blick gewesen wäre. Dem kleinen Kater war nämlich sterbensschlecht. Denn leider ist Schokolade für Tiere giftig. In ihr, genauer gesagt im Kakao, ist Theobromin enthalten. Das ist ein Alkaloid und gehört zu den psychotropen Substanzen, und ähnelt dem Koffein. Menschen besitzen ein Enzym, das diesen Stoff schnell abbaut. Hunden und Katzen fehlt dieses Enzym aber. Deshalb können schon kleine Mengen (besonders Bitterschokolade, weil diese mehr Kakao enthält) giftig und im schlimmsten Fall tödlich sein.

Symptome

Je nachdem wie viel Schokolade aufgenommen wurde zeigen die Tiere verschiedene Symptome. Bei geringeren Mengen leiden sie an Erbrechen und Durchfall mit vermehrtem Durst. Wird mehr Schokolade aufgenommen, kommt es zu neurologischen Ausfällen bis hin zu Krampfanfällen. Auch können Herzrhythmusstörungen auftreten, die tödlich enden können.

Therapie

Wenn die Aufnahme nur wenige Stunden zurückliegt, kann man das Tier mit speziellen Medikamenten erbrechen lassen. Zudem kann versucht werden mit Aktivkohle einen Teil der Schokolade im Darm zu binden, sodass sie nicht resorbiert wird. Liegt die Giftaufnahme schon länger zurück, kann nur noch symptomatisch behandelt werden und das Tier muss stationär aufgenommen werden.

Wie ging es weiter?

Socke hat die nächsten beiden Stunden also spuckend und würgend im Arm meines Mannes verbracht und die mühevoll erbeutete Schokolade wieder von sich gegeben. Unsere Wohnung riecht jetzt sehr weihnachtlich nach Schokolade, dafür geht’s der Mieze aber wieder gut. Sie hat die Nacht gut überstanden und hat heute morgen ein ganzes Nassfutterpäckchen verdrückt.

Der Vorratsschrank bekommt heute übrigens eine Kindersicherung und in unserem Adventskalender gibt es dieses Jahr maximal weisse Schokolade, die enthält nämlich keinen Kakao und somit kein Theobromin.

 

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